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DOKTOR T

Die Sprechstunde beginnt im Dezember 2026 und findet samstags statt. Termine sind ab sofort buchbar.

Zusammenhänge

Beschwerden im Zusammenhang sehen

Die meisten Männer, die in diese Sprechstunde kommen, bringen mehrere Beschwerden mit, die miteinander zusammenhängen. Ein niedriger Testosteronwert ist dabei oft die Folge einer anderen Störung und nicht ihre Ursache.

Stoffwechsel

Übergewicht, Insulinresistenz, erhöhte Blutfette und Bluthochdruck treten oft gemeinsam auf. Bei Männern mit diesem Muster ist der Testosteronspiegel häufig niedrig, und beides verstärkt sich gegenseitig: Bauchfett senkt Testosteron, niedriges Testosteron fördert Bauchfett. Deshalb gehören Nüchternblutzucker, HbA1c und Blutfette zur Diagnostik. Verbessert sich der Stoffwechsel, steigt bei vielen Männern auch das Testosteron wieder.

Gewicht und Körperzusammensetzung

Entscheidend ist nicht das Gewicht auf der Waage, sondern das Verhältnis von Muskel- und Fettmasse und die Verteilung des Fetts. Bauchfett ist hormonell aktiv und stoffwechselrelevant, Fett an Hüfte und Oberschenkel deutlich weniger. Taillenumfang und, wenn vorhanden, eine Körperzusammensetzungsmessung sagen darüber mehr aus als der Körpermasseindex.

Wer Muskeln aufbauen will und keine Fortschritte macht, sollte zuerst Training, Ernährung und Regeneration überprüfen. Erst wenn diese stimmen, wird das Hormon zur relevanten Frage.

Schlaf

Schlaf ist die wichtigste beeinflussbare Größe für die Hormonproduktion. Zu kurzer Schlaf senkt das Testosteron messbar. Eine Schlafapnoe, also Atemaussetzer im Schlaf, senkt es noch stärker und erhöht zusätzlich das Herz-Kreislauf-Risiko. Schnarchen, Tagesmüdigkeit trotz ausreichender Schlafdauer und morgendliche Kopfschmerzen sind Hinweise darauf. Bei Verdacht empfehle ich eine Schlafuntersuchung, bevor über Hormone gesprochen wird.

Bewegung

Regelmäßiges Krafttraining hebt den morgens gemessenen Ruhespiegel nur wenig an, verbessert aber die Insulinempfindlichkeit, hilft beim Abnehmen und erhält Muskelmasse und Knochendichte. Es ist bei fast allen Beschwerden, um die es hier geht, ein Teil der Lösung. Umgekehrt senkt chronische Überlastung ohne Erholung den Spiegel, ebenso lange Diätphasen mit hohem Kaloriendefizit. Wer viel trainiert und trotzdem müde ist, hat oft ein Regenerationsproblem und kein Hormonproblem.

Belastung

Anhaltender Stress erhöht das Kortisol, und Kortisol bremst die Testosteronproduktion. Er verschlechtert außerdem Schlaf, Ernährung und Trainingsregelmäßigkeit. Die Wirkung auf den Hormonspiegel ist meist moderat, die Wirkung auf das Befinden groß. Im Gespräch frage ich deshalb nach beruflicher und privater Belastung, nicht um zu psychologisieren, sondern weil Müdigkeit und Antriebsmangel oft dort ihre Ursache haben.

Libido und Sexualfunktion

Verminderte Libido ist das Symptom, das am ehesten auf einen Testosteronmangel hinweist. Sie hat aber auch andere Ursachen: Beziehungsprobleme, eine Depression, Medikamente wie Antidepressiva oder Betablocker, Alkohol, Schlafmangel.

Erektionsstörungen sind in den meisten Fällen kein Hormonproblem, sondern ein Gefäßproblem oder eine Mischung aus beidem. Sie gelten als früher Hinweis auf Gefäßerkrankungen und sollten auch dann abgeklärt werden, wenn das Testosteron normal ist.

Fertilität

Wer Kinder möchte oder sich das offenhalten will, sollte das früh sagen. Es verändert die Diagnostik, weil ein Spermiogramm sinnvoll sein kann, und es verändert jede spätere Therapieentscheidung, weil Testosteron die Spermienproduktion unterdrückt. Bei unerfülltem Kinderwunsch verweise ich an ein reproduktionsmedizinisches Zentrum.

Vorsorge

Ein Teil der Männer kommt mit dem Verdacht auf Testosteronmangel und geht mit einem anderen Befund: erhöhter Blutzucker, ungünstige Blutfette, Bluthochdruck, eine Schilddrüsenstörung. Diese Befunde sind wichtiger als der Hormonwert, weil sie langfristig über Gesundheit und Lebenserwartung entscheiden. Die Sprechstunde ist keine Vorsorgeuntersuchung, aber sie schaut nicht weg, wenn sie etwas findet, und sie sagt, wo es weiter abgeklärt werden sollte.

Was daraus folgt

Testosteron wird hier als Teil eines Ganzen betrachtet. Manchmal ist der Hormonwert die Ursache der Beschwerden, häufiger ist er die Folge von etwas anderem, und dann ist es dieses andere, das behandelt werden muss. Die Untersuchung ist so aufgebaut, dass beides erkannt wird.